Recherchetools für Journalisten spielen in Zeiten des Informationsüberflusses eine wichtige Rolle bei der Suche, Auswahl und Eingrenzung von Informationen.

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir den Unterschied zwischen Recherchetools und Presseportalen erläutert. Nun wollen wir uns die Recherchetools für Journalisten noch einmal genauer anschauen und dabei beantworten, welche Vorteile Recherchetools mit sich bringen und warum Journalisten sie nutzen. Zudem zeigen wir beispielhaft ein paar Recherchetools auf.

Recherchetools und ihre Vorteile für Journalisten

Recherchetools sind Online-Hilfsmittel, die Journalisten bei der Recherche helfen. Dabei geht es darum, dass Journalisten Informationen für ihre Berichterstattung erhalten. Das können News sein, Hinweise zu wichtigen Themen oder der Kontakt zu Experten – zum Beispiel um Hintergrundinformationen zu erhalten oder Interviewpartner zu bestimmten Themen zu finden.
Recherchetools werden immer wichtiger, weil Journalisten für die Recherche heutzutage größtenteils das Internet nutzen.

Damit zeigt sich bereits, welche Vorteile Recherchetools mitbringen. Journalisten wird die Arbeit erleichtert, weil sie gewisse Hilfsmittel nutzen können, um schnell und einfach die gewünschten Informationen zu bekommen. Journalisten bekommen jeden Tag eine Menge Material – vor allem im Internet. Vieles geht dabei in der Flut unter im Zeitalter „information overload“. Die Informationssuche erfordert heute eine gezielte Auswahl und Eingrenzung. Um Informationen zu selektieren und dadurch kostbare Zeit zu sparen, werden Recherchetools genutzt.

Recherchetools für Journalisten

Recherchetools für Journalisten – Vorteile und Beispiel-Tools

Recherchetools – Beispiele

Neben den klassischen Suchmaschinen, die in der Hinsicht natürlich auch ein Recherchetool ist, gibt es noch weitere Tools und Bereiche für die Recherche – zum Beispiel die Sozialen Netzwerke. Und da sind wir auch schon bei unserem ersten Beispiel:

  1. Twitter ist zwar ein soziales Netzwerk, wird aber von vielen Journalisten genutzt. Der Grund dafür ist folgender: Mit Twitter lassen sich aktuelle Trends und Themen finden. In Form der beliebtesten Twitter-Trendthemen können Stories entdeckt werden. Ebenso kann Fachkollegen oder Medien gefolgt und Tweets aus deren Federn verfolgt werden. Für die Recherche lassen sich auch Hashtags ideal einsetzen. Dafür bietet Twitter auch ein eigenes Tool an, das „Twitterdeck“. Mit diesem lassen sich Hashtags überblicken. Insgesamt profitieren Journalisten von der schnellen Verbreitung von Informationen über Twitter und haben so mehr Zeit, um Informationen einzugrenzen und zu überprüfen. Auch lassen sich über diesen Weg Personen finden, die bei einem konkreten Ereignis dabei waren.
  2. Google Alerts – Das Tool von Google erspart das tägliche Durchsuchen der Suchmaschine, indem individuelle Suchparameter einmalig bei Google Alerts gespeichert werden. Dadurch werden die neuesten Nachrichten zu dem ausgewählten Begriff automatisch per Mail verschickt. Das Tool wird genutzt, um ein neues Thema zu verfolgen oder um zu schauen, ob man selbst in den Suchergebnissen zu einem bestimmten Begriff vertreten ist.
  3. Interviewpartner.org – IntervoewPartner ist ein Tool, mit dem Journalisten passende Experten und Interviewpartner finden. Einmal als Journalist registriert, können Profile von Experten und Wissenschaftlern verschiedener Themengebiete angeschaut und diese direkt kontaktiert werden. Auch lassen sich offene Expertengesuche aufgeben. Journalisten nutzen das Tool, um schnell und unkompliziert Interviewpartner zu finden und so neue Gesprächspartner zu erreichen.
  4. RSS-Dienste – Mit der RSS können Inhalte von Webseiten abonniert werden. So müssen Internetseiten nicht direkt und einzeln aufgerufen werden. Zudem bekommt der Journalist bei Änderungen eine Meldung – vorausgesetzt er nimmt den RSS-Dienst wahr.
  5. DNND – DNND (und der Nachfolger NEWSTRAL.com) bieten einen Überblick der Top 3 Hauptschlagzeilen verschiedener wichtiger deutschsprachiger und internationaler Nachrichtenanbietern. Das Tool liefert eine personalisierte Nachrichtenliste, denn die Reihenfolge der Medien kann sortiert werden.

Recherchetools: Prüfung von Informationen stets notwendig

Dass die verschiedenen Tools Vorteile für Journalisten bieten, haben wir nun aufgezeigt. Dennoch ist es wichtig, an dieser Stelle zu betonen, dass Recherchetools die klassischen Recherchemöglichkeiten nicht ersetzen, sondern erweitern. Vor allem das Prüfen von Informationen und Fakten ist wichtiger als zuvor. Denn im Internet kann jeder Mensch Informationen verbreiten. In Zeiten von Fake News wird von Journalisten Sorgfalt erwartet. Dazu gehört auch, ausgewogen zu berichten. Und da ist die Medienkompetenz gefragt – um beispielsweise auch zu realisieren, dass Informationen aufgrund von Algorithmen personalisiert werden.

 

Dies ist ein Beitrag, der auf dem Blog von InterviewPartner.org veröffentlicht wurde. InterviewPartner ist ein Recherche-Tool, das professionelle Journalisten und Experten verbindet. Mehr dazu: https://www.interviewpartner.org

 

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