Medienkontakte gewinnen – das wird in Zeiten der Digitalisierung immer schwieriger. Journalisten bekommen viele Informationen im Internet – als Ergänzung zu den klassischen Recherchemöglichkeiten.

Informationen zu selektieren, wird auch für Medienmacher zu einer größeren Herausforderung. Journalisten zu erreichen, erfordert heute also mehr als passive Pressearbeit. Vielmehr sollte man sich an die neuen Recherchemöglichkeiten von Journalisten anpassen. Doch wie recherchieren Journalisten? Welche Kommunikationskanäle bevorzugen sie? Wir wollen diese Fragen anfangs klären.

Recherche von Journalisten: Suchmaschinen, Social Media, Recherchetools

Wir haben bereits vor einiger Zeit die Studie des Instituts für Organisationskommunikation der Universität der Bundeswehr München vorgestellt. Diese Studie zeigt, dass Journalisten heute weniger Zeit für die Recherche bleibt als noch vor fünf Jahren. Am häufigsten zur Recherche werden Suchmaschinen genutzt – der Großteil der Befragten nutzt diese für die Erstrecherche. Auf Platz zwei folgt der persönliche Kontakt. Dieser ist den Journalisten besonders wichtig bei der Suche nach qualifizierten Interviewpartnern. Auch die Sozialen Netzwerke und Recherchedienste werden an dieser Stelle genannt.

Medienkontakte gewinnen: So erreichen Sie Journalisten in Zeiten der Digitalisierung

Medienkontakte gewinnen: So erreichen Sie Journalisten in Zeiten der Digitalisierung

Medienkontakte gewinnen: Plattformen und weitere Möglichkeiten

In Zeiten der Digitalisierung können und müssen Journalisten also auf unterschiedliche Art und Weise kontaktiert werden. Das birgt nicht nur eine größere Herausforderung, sondern gleichzeitig auch neue Möglichkeiten. Wie Journalisten mit Hilfe der Sozialen Medien, Plattformen und Tools erreicht werden können, wollen wir nun beispielhaft erläutern. An erster Stelle steht hier: Medienkontakte sind interessiert an relevanten Informationen. Ihnen muss also entsprechender Content geliefert werden. Wer Uninteressantes zu berichten hat, der bleibt auch uninteressant für Journalisten.

Wer mit Journalisten in Kontakt treten möchte, der kann heutzutage nicht nur im Redaktionssekretariat anrufen, sondern auch weitere Netzwerke nutzen. Wir haben ein paar Möglichkeiten herausgesucht:

  • Soziale Netzwerke: Das klingt vermutlich nicht neu für Sie und dennoch ist es wichtig, dass die Sozialen Netzwerke an dieser Stelle genannt werden. Denn Journalisten nutzen diese Kanäle heutzutage, um an Informationen und Trendthemen zu gelangen. Deshalb ist es wichtig, dass beim Aufbau von Medienkontakten auch diese Netzwerke bespielt werden. Vor allem der Kurznachrichtendienst Twitter wird von Journalisten häufig genutzt. Hier gibt es auch die Möglichkeit, relevanten Journalisten zu folgen. Diese lassen sich beispielsweise in Tweets direkt ansprechen und so als Medienkontakte gewinnen.
  • Pressemitteilungen und Presseportale: Pressemitteilungen sollten natürlich dennoch an die Presse ausgesandt werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Mitteilung den richtigen Journalisten erreicht oder Presseinformationen an die dafür eingerichtete E-Mail-Adresse verschickt werden. Auch über diesen Weg können langfristige Medienkontakte gewonnen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die Pressemitteilung in Presseportalen zu veröffentlichen, um so eine noch größere Weitreiche zu erzielen. Dies ist zum Beispiel auch von Vorteil, wenn Journalisten die Google-Suche oder das Tool Google Alerts nutzen, um nach bestimmten Keywords zu suchen. Tauchen diese in Ihrer Pressemitteilung auf, so ist es durchaus möglich, dass Sie gefunden werden und so Medienkontakte gewinnen.
  • Plattformen und Tools: Es gibt einige Plattformen, die sowohl von Journalisten als auch von Experten genutzt werden. Diese Medienkontaktplattformen sind dazu da, um beide Seiten zu verbinden. Eine solche Plattform ist zum Beispiel InterviewPartner.org, auf der Journalisten gezielt nach passenden Interviewpartnern suchen. Das ist die perfekte Möglichkeit, sich und seine Expertisen professionellen Journalisten darzustellen und so als potenzieller Gesprächspartner wahrgenommen zu werden.

Auch in Zeiten der Digitalisierung gilt es, persönlichen Kontakt aufzubauen. Dass Soziale Netzwerke oder Medienkontaktplattformen als Ergänzung zu den klassischen Möglichkeiten und Pflichten dienen, ist wichtig zu betonen. Denn ein gut auffindbarer Pressebereich auf der eigenen Webseite mit Kontaktmöglichkeiten bleibt weiterhin erforderlich.

 

Dies ist ein Beitrag, der auf dem Blog von InterviewPartner.org veröffentlicht wurde. InterviewPartner ist ein Recherche-Tool, das professionelle Journalisten und Experten verbindet. Mehr dazu: https://www.interviewpartner.org/

 

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